🍀 Kobold! – Fokus und Spaß im Teammeeting 🍀


Was für „normale“ Meetings gilt, gilt natürlich auch für Teammeetings. Sie brauchen Struktur und Fokus.

Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass Teammeetings nicht nur dem inhaltlichen Austausch dienen können/sollten, sondern auch dem Teambuilding und der Teamentwicklung.

Deshalb brauchen sie eine Balance aus Struktur und Fokus.

Rollen wie Moderation, Protokollant*in oder Timekeeper sowie eine Agenda können dazu beitragen. So richtig spaßig sind sie aber nicht.

🍀Der Kobold betritt die Bühne!

Ich habe mit einem Team gearbeitet, das – selbst diagnostiziert – sehr anfällig für das Abdriften in Kleinigkeiten war.
Sie haben für ihre Meetings Rollen vergeben. Und zusätzlich noch das Wort „Kobold“ zu ihrem Codewort erkoren. Jede Person hat das Recht, „Kobold“ zu rufen, wenn sie das Gefühl hat, dass die Diskussion an Fokus verliert.

Ich mochte die Idee sehr. Im Gegensatz zu „Stopp“ oder „Fokus“ als Codewort, verbindet der Kobold das Spielerische mit Fokus.

Und der Kobold war im Gegensatz zu den Rollen nachhaltig: Die Rollen haben sich nicht durchgesetzt – der Kobold ist geblieben.

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Was Teamentwicklung und Zahnhygiene gemeinsam haben


Ich bekomme zwei Standardanfragen für Teamcoachings:
💠 Teambuilding: Es gibt ein neues Team, viele neue Teammitglieder oder eine neue Führungskraft.
💠 Problembewältigung: Das Team hat Konflikte, ist überlastet etc. und kann seine Probleme nicht mehr allein lösen.

Teambuilding-Termine machen mir und den meisten Beteiligten Spaß. Es geht ja um nichts. Unproblematisch (Bei Interesse können Sie sich hier melden)
Im zweiten Fall wird es komplexer (Und interessant – gerne ebenfalls hier melden😊)
Im zweiten Fall habe ich die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, mit Teams zu arbeiten, deren Führungskraft einen Fokus auf die Teamentwicklung und die Zusammenarbeit legt.

Ich versuche mich mal an einem etwas schiefen (?) Bild:

💠 Fall 1: Sie kümmern sich das Jahr über um Ihre Zahngesundheit, putzen Ihre Zähne, nutzen Zahnseide etc. Trotzdem gehen Sie mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt und im besten Fall auch zur Zahnreinigung, selbst wenn Sie keine Schmerzen haben. Die Zahnärztin gibt Hinweise und Tipps, was Sie besser machen könnt, zeigt Ihnen, wo Sie nicht ganz so gründlich geputzt haben und wenn sie doch Karies entdeckt, ist es ein kleiner Eingriff.

💠 Fall 2: Sie putzen Ihre Zähne, aber wenn es abends mal später wird, kann es schon mal ausfallen. Die Zahnseide haben Sie nach der letzten Zahnreinigung pflichtbewusst gekauft, aber nicht genutzt. Sie gehen unregelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen. Eines Tages haben Sie furchtbare Zahnschmerzen. Die Zahnärztin stellt fest, dass nicht nur der schmerzende Zahn Karies hat, sondern auch noch ein paar andere, die sich bisher nur noch nicht gemeldet haben.

❓ In welchem Fall kommen Sie mit einem oder zwei Terminen beim Zahnarzt oder beim Teamcoach davon?

Buchen Sie Ihre Teamvorsorgeuntersuchung 📅

Meine Teamentwicklungen sind langweilig


Lego Serious Play-Sessions oder Fearless Journeys finden in meinen Teamentwicklungen nicht statt.

Ich habe mich wirklich gefragt, ob ich schon in einer kreativen Sackgasse gelandet bin. Glücklicherweise habe ich ja kluge Kolleginnen, mit denen ich mich austauschen kann. Am Ergebnis unseres Gesprächs lasse ich Sie gerne teilhaben:


⌛ Es liegt nicht an fehlenden Ideen oder fehlender Lust, sondern in der Regel an fehlender Zeit.
Ich habe wenig Zeit, um mit Teams zu arbeiten und Ergebnisse zu erzielen. Die Teams nehmen sich mindestens einen Tag aus ihrem stressigen Arbeitsalltag. Und gerade wenn nach langer Zeit oder überhaupt die erste Teamentwicklungsmaßnahme stattfindet, ist nicht mal klar, wie weit wir in einem ersten Termin kommen.

⌛⌛Komplexere Methoden benötigen mehr Zeit: Sie müssen umfangreicher erläutert werden, es gibt mehr Verständnisfragen, die Methode dauert länger (oder die Dauer steht in keinem Verhältnis zum Erklärungsbedarf) und auch der Transfer in den Alltag ist anspruchsvoller.

Ich kann mich sehr leicht, für neue Methoden begeistern und bringe sie auch mit in Teamentwicklungen. Eine Methode schleppe ich gefühlt in jeden Workshop, um dann festzustellen, dass sie zu sehr um die Ecke gedacht ist, und die Menschen einfach überfordert.
Und das ist verständlich. Sie befinden sich in einer ungewohnten Situation, sie arbeiten an anspruchsvollen Themen, es ist eine externe Person dabei, mit der es zumindest beim ersten Termin noch keine Vertrauensbasis gibt und dann sollen sie auch noch mit sehr ungewohnten Methoden arbeiten.
„Einfachere“ Methoden geben hingegen Sicherheit, sodass das Team mit dem langweiligeren Ansatz zu kreativen Ergebnissen kommt.

🛣 Wichtiger bei einer Teamentwicklung als Ergebnisse ist für mich der Weg zum Ergebnis. Mein Ziel ist es, dass das Team in der Teamentwicklung nützliche und weniger nützliche Teamdynamiken erkennt, um sie im Alltag zu nutzen bzw. zu unterbrechen.

❓ Meine Lieblingsfrage am Ende einer Methode einer Teamentwicklung lautet deshalb: Was haben Sie in der Zusammenarbeit gerade aus ihrer täglichen Arbeit wieder erkannt?
Bei komplexeren Methoden ist es schwieriger, diese Transferleistung zu erbringen. Und so hat das Team vielleicht Spaß gehabt und ein gutes Ergebnis erzielt (auch sehr wichtig!), aber es ist fraglich, ob sie dies im Alltag reproduzieren können.
Zudem verdecken die „fancy“ Methoden auch Teamdynamiken, weil alle damit beschäftigt sind, die Methode zu verstehen.

Daher, wenn Sie für Ihr Team einen Workshop planen und gerade, wenn das Team sich zum ersten Mal so zusammenfindet:
❗Weniger ist mehr!
❗Mut zur Langeweile!

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Teamworkshops selbst machen – 5 Tipps für Ihren Teamworkshop

5 Tipps für Teamworkshops

Teamworkshops sind eine Gelegenheit, um die Zusammenarbeit und Produktivität in einem Team zu verbessern.
Doch wie können Sie sicherstellen, dass Ihre Teamworkshops fokussiert und wirksam sind?

🔎 Fragen Sie Ihr Team vorher, was es sich vom Workshop wünscht 🔎
Ein Teamworkshop ist im besten Fall ein kollaborativer Prozess und der beginnt schon vor dem eigentlichen Event. Um sicherzustellen, dass der Workshop für alle Teilnehmer*innen hilfreich und sinnvoll ist, ist es wichtig, deren Erwartungen und Wünsche im Voraus zu kennen. Befragen Sie Ihr Team vor dem Workshop nach ihren Erwartungen und danach, woran sie merken würden, dass der Tag für sie erfolgreich war.

⏰Planen Sie lieber zu viel Zeit ein als zu wenig ⏰
Faustregel: Jeder Agendapunkt dauert mindestens 10 Minuten länger als geplant. Und wenn nicht, ist keine*r traurig über mehr Pausen oder einen früheren Feierabend. Umgekehrt leiden Kreativität und Arbeitsatmosphäre, wenn Sie durch die Agendapunkte hetzen und Diskussionen abbrechen müssen.

✏ Betrachten Sie Ihre Agenda als Entwurf ✏
Ich habe meine Workshops am Anfang sehr präzise geplant, nur um sie nach dem Check-in über den Haufen werfen zu dürfen.
Mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass es gerade in Fragen der Zusammenarbeit, Kommunikation oder bei Konflikten wirksamer ist, diesen Themen Raum geben zu können als an einer Agenda festzuhängen. Das heißt nicht, dass Sie unstrukturiert und ohne Agenda in den Tag gehen sollten.
Entwerfen Sie eine Agenda und auch einen Zeitplan. Aber überlegen Sie sich im Vorfeld, was Ihr Mindestziel für den Tag ist und was Sie mit Ihren gewählten Methoden erreichen wollen, um flexibel reagieren zu können.

🎨 Arbeitsanweisungen visualisieren🎨
Kennen Sie das? Sie haben die nächsten Schritte präzise erläutert. Ihre Teilnehmenden nicken zustimmend, behaupten, sie wissen was zu tun ist, nur um nach 5 Minuten zu fragen, was genau sie jetzt machen sollen?
Das ist normal. Teamworkshops sind intensiv und die Art der Zusammenarbeit oft ungewohnt. Daher hilft es, Arbeitsanweisungen auf einem Flipchart oder in einer Präsentation aufzuschreiben und in der Arbeitsphase sichtbar zu lassen.

🌳 Gehen Sie raus!🌳
Damit meine ich nicht, dass Sie mit Ihrem Team in den Wald gehen oder ein Floß bauen sollen – obwohl Sie das auch machen können.
Aber bitte treffen Sie sich nicht in Ihren üblichen Besprechungsräumen. Wechseln Sie das Umfeld, um die Perspektive zu weiten und auch, um zu verhindern, dass Sie und Ihr Team „mal eben kurz“ in den Pausen an den Arbeitsplatz zurückkehren.

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💡 4 Ideen zur kontinuierlichen Teamentwicklung💡


4 Ideen für Teamentwicklung

🔄 Regelmäßige Teamrunden🔄
Diese Idee klingt sehr offensichtlich, aber die Betonung liegt auf „regelmäßig“. Regelmäßig kann einmal im Monat oder einmal die Woche sein. „Regelmäßig“ heißt nicht, wenn wirklich alle dabei sein können. Das klappt nie.
Der Termin sollte für alle Teammitglieder inkl. der Führungskraft ein Fixstern für inhaltlichen, organisatorischen und menschlichen Austausch sein. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Team, wie er so gestaltet werden kann, dass er einen Mehrwert fürs Team hat und alle Lust haben, daran teilzunehmen.
Meine persönliche Präferenz: Lieber eine halbe Stunde bis Stunde pro Woche als einmal drei Stunden im Monat.

📚 Interne Workshops und Trainings📚
Nutzen Sie das Know-how innerhalb Ihres Teams, um interne Workshops und Trainings zu organisieren. Identifizieren Sie die Stärken und Fachkenntnisse Ihrer Teammitglieder und bitten Sie sie Trainings oder Workshops durchzuführen. Das können sowohl fachliche Themen sein, als auch methodische Kenntnisse. Die Expert*innen fühlen sich gesehen und haben die Möglichkeit, sich mit ihrer Expertise in neuen Formaten auszuprobieren und zu präsentieren.

💪 Mentoring und Peer-Coaching💪
Wissensaustausch und -transfer findet häufig erst dann statt, wenn es zu spät ist, z.B. wenn eine Person geht.
Schaffen Sie Raum dafür, dass das Wissen in Ihrem Team sich auf eine breite Basis verteilt. Ältere Teammitglieder können z.B. ihre Erfahrungen und Einsichten an jüngere Kollegen weitergeben (Mentoring), während Peer-Coaching dazu beiträgt, dass Teammitglieder voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.

🔃 Selbstreflexion und kontinuierliche Verbesserung🔃
Schaffen Sie Gelegenheiten, dafür, dass sich das Team über seine Zusammenarbeit austauscht. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, um über vergangene Projekte und Herausforderungen zu reflektieren, Erfolge zu feiern und gemeinsam nach Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu suchen.